Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie

Danny Dirker

Danny Dirker hält einen M.A. in Sprachwissenschaft und ist seit 2019 Doktorand von Prof. Dr. Christiane von Stutterheim. Vor seiner Zeit am IDF weckte ein zweijähriger Aufenthalt als DaF-Lehrer am Carthage College (M. Ed. '15) seine Neugier für psycholinguistische Fragestellungen zum Spracherwerb, der Sprachverarbeitung und -produktion. Sein besonderes Interesse daran, wie Menschen sich überhaupt sprechend verstehen und wie diese Fähigkeit mit generellen kognitiven Vorgängen zusammenhängt, mündete in ein exploratives Dissertationsprojekt mit dem Titel "Ereigniskognition im Sprachverstehen". Unter Verwendung moderner Eye-Tracking-Technologie am Heidelberg University Language and Cognition Lab erforscht Herr Dirker, wie semantische Eigenschaften von Bewegungsverben verarbeitet werden. Er geht dabei der Frage nach, ob die Analyse von Augenbewegungen bei der Verarbeitung auditiv-präsentierter verbaler und non-verbaler Ereignisse einen Blick auf die zugrunde liegenden mentalen Bedeutungsrepräsentationen erlaubt. Ziel ist die Entwicklung einer psycholinguistischen Methode zur Untersuchung unbewusster kognitiver Prozesse.

Zoriana Falinska

In ihrer Promotion beschäftigt sich Zoriana Falinska mit referentieller Artikelsemantik und ihrem Erwerb durch ukrainische DaF-Lerner. Die zentralen Forschungsfragen sind (1) welche genaue Bedeutung der (in)definite Artikel als Referenzanzeiger transportiert, und (2) ob fortgeschrittene DaF-Lerner mit einer artikellosen slawischen L1 Ukrainisch den (in)definiten Artikel zielsprachig verwenden können. Ausgehend von typischen Schwierigkeiten der Probanden in der Produktion von (in)definiten Nominalphrasen sollen in der Dissertation grundlegende didaktische Prinzipien zur Vermittlung der Artikelsemantik für Sprecher einer slawischen L1 im kommunikationsorientierten DaF-Unterricht erarbeitet werden.

Kontakt: falinska@stud.uni-heidelberg.de

 

Jing Fan

Sie studierte "Germanistik im Kulturvergleich: Sprachwissenschaft" als Hauptfach und "Germanistik im Kulturvergleich: Literaturwissenschaft" als Nebenfach an der Universität Heidelberg und schloss ihr Masterstudium im Jahr 2019 ab. Seit 2020 arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema "Syntaktische Funktionen im Chinesischen und Deutschen". Ihr Projekt befasst sich mit der Schnittstellte zwischen Linguistik und allgemeiner kognitiver Verarbeitung. Sie beschäftigt sich einerseits mit der Erstellung eines topologischen Modells der chinesischen Syntax. Andererseits untersucht sie durch die Verwendung von Daten, die mit Eye-Tracking erhoben werden, ob das Sprachproduktionsmodell für jede beliebige Sprache den Prozess der syntaktischen Funktionszuweisung enthalten sollte. Im Kern betrifft ihr Projekt die Frage nach der Existenz einer (psycho-)linguistischen Universalie.

Juliane Hinnerichs

Juliane Hinnerichs beendete 2016 ihr Masterstudium "Deutsch als Zweitsprache" am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie (IDF) der Universität Heidelberg, an dem sie nun als Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung ihre Doktorarbeit schreibt. Von 2007 bis 2011 studierte sie "Patholinguistik" an der Universität Potsdam und sammelte anschließend Berufserfahrung als akademische Sprachtherapeutin.

Die Daten für ihre Dissertation erhob sie im Rahmen ihrer Mitarbeit im Projekt BiliSAT ("Bilinguale Sprachentwicklung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Sprachentwicklungsstörungen mit Arabisch und Türkisch als Erstsprachen") an der Universität Flensburg. Ziel der Arbeit ist es, die Eignung des Nachsprechens von Nichtwörtern als Diagnostikinstrument im Kontext von mehrsprachigen Kindern mit und ohne Sprachentwicklungsstörungen zu untersuchen.

Kontakt: juliane.hinnerichs@posteo.de

Ines Marberg

Ines Marberg schloss den Master in "Germanistik im Kulturvergleich" mit dem Schwerpunkt Sprache und Kognition am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie ab. In ihrer Masterarbeit entwickelte sie eine neue Methode zur Untersuchung von frühen Aufmerksamkeitsmustern bei der Konzeptualisierung von Ereignisbeschreibungen.

In ihrer Doktorarbeit widmet sie sich weiter dem Thema der Ereigniskonzeptualisierung, diesmal aber unter der Fragestellung, wie und welche Inhalte von Ereignissen mental repräsentiert werden. Zu diesem Zweck kooperiert sie auch mit der Neurologie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Kristian Nicolaisen

Er studierte Germanistik und Philosophie an den Universitäten Kopenhagen und Heidelberg. Sein Masterstudium absolvierte er am IDF in der vergleichenden Sprachwissenschaft mit einer Abschlussarbeit zu Top-down-Einflüssen des strukturellen Primings bei der Verarbeitung visueller Ambiguität.

Derzeit schreibt er seine Doktorarbeit in der Psycholinguistik über die Repräsentation und Verarbeitung von Argumentstrukturen. Der Dissertation liegen Fragen der Ereigniskognition, der lexikalischen Semantik und der Konstruktionsgrammatik zugrunde, die empirisch anhand von Eye-Tracking-Experimenten untersucht werden. Das Forschungsprojekt ist am Heidelberg University Language and Cognition Lab eingebunden und wird durch die Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert.

Kontakt: Nicolaisen@idf.uni-heidelberg.de

Friederike Spies

Friederike Spies, die bereits ihren Master im Fach "Germanistik im Kulturvergleich" mit Fachrichtung Sprachwissenschaft am IDF absolviert hat, beschäftigt sich in ihrer Dissertation damit, wie Unternehmen für ihre Marken und Markenprodukte in ihrer externen Kommunikation mithilfe von verschiedenen multimodalen, insbesondere sprachlichen Mitteln Bedeutungen aufbauen, um bei Rezipient*innen eine Wirkung zum Vorteil der eigenen strategischen Unternehmensziele zu erreichen. Ihre linguistische und primär semantische Betrachtungsweise erweitert Frau Spies dabei durch die Einbeziehung einer stark multidisziplinär geprägten Perspektive, indem sie wesentliche Einsichten und Positionen aus anderen Disziplinen, insbesondere aus Kognitiver Psychologie, Kommunikationswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Verhaltensorientierter Marketingforschung in ihre Betrachtungen mit einbezieht. Die Arbeit wird von Frau Professor von Stutterheim betreut.

Luise Wendebourg

Nach zwei Bachelorabschlüssen in Arabistik und Geschichte in Leipzig und Paris wechselte Luise Wendebourg 2017 an die Universität Heidelberg, um hier den Master "Deutsch als Zweitsprache" zu machen. In ihrer Masterarbeit im Bereich der kognitiven Linguistik untersuchte sie empirisch die Versprachlichung statischer räumlicher Relationen im Syrisch-Arabischen. In ihrer Doktorarbeit will Luise Wendebourg ihr Interesse sowohl an Sprache und Kognition als auch am Arabischen weiterverfolgen und sich Zusammenhänge von Objekteigenschaften und Subjektwahl bei (nicht-)kausativen Ereignissen im Arabischen und Deutschen genauer anschauen. In einem nächsten Schritt sollen dann eventuelle kognitive Implikationen untersucht werden.