Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie

Aufbau und Inhalt des Studiums

Das Studium dauert in der Regel 8 Semester und ist in ein 4-semestriges Grundstudium, das mit einer Zwischenprüfung abschließt, und in ein 4-semestriges Hauptstudium gegliedert. Nach dem 2. Semester erfolgt (nach dem neuen Hochschulgesetz) eine Orientierungsprüfung, durch die die Eignung des Studierenden für das gewählte Fach festgestellt werden soll. Das 9. Semester gilt nach der Prüfungsordnung als Prüfungssemester und dient der Anfertigung der Magisterarbeit. Im 10. Semester folgen die Klausuren und die mündlichen Prüfungen. Der Stoffplan des gesamten Studiums umfasst folgende Teilgebiete:

  1. Übungen zum mündlichen und schriftlichen Gebrauch des Deutschen
  2. Sprachwissenschaft, mit den Schwerpunkten: Deutsch im Rahmen typologischer Beschreibungen und Spracherwerb
  3. Literaturwissenschaftliche Grundlagen und deutschsprachige Literatur von etwa 1750 bis zur Gegenwart
  4. Lehrmittel, Lehrmethoden und Grundlagen der Didaktik des Deutschen als Fremdsprache sowie Unterrichtspraxis
  5. Kulturwissenschaftliche Gegenstände des deutschen Sprachraums: Geschichte, Politik, Gesellschaft, Bildungswesen sowie Kunst, Musik und Theater.

Fächerkombination

Die Prüfungsordnung für die Magisterstudiengänge (einsehbar über die Homepage der Neuphilologischen Fakultät) schreibt vor, dass ein Magisterstudium nicht nur in einem Fach, sondern in einer Kombination entweder von einem Hauptfach mit zwei Nebenfächern oder von zwei Hauptfächern durchgeführt werden muss. Dabei gibt es für viele Fächer Kombinationsgebote und -verbote, die beachtet werden müssen. Das gilt ebenso für die Promotionsordnung.


DFph bietet im Sinne der Magisterprüfungsordnung zwei jeweils eigenständige Studiengänge an: Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft, die aber entsprechend der Konzeption des Faches miteinander kombiniert werden können und im Falle einer an das Magisterexamen anschließenden Promotion kombiniert werden müssen.


Ist DFph Sprachwissenschaft erstes Hauptfach, tritt in der Regel DFph Literaturwissenschaft als erstes Nebenfach hinzu.


Ist DFph Literaturwissenschaft erstes Hauptfach, tritt in der Regel DFph Sprachwissenschaft als erstes Nebenfach hinzu.


In Kombination mit Magisterstudiengängen anderer Fächer aus anderen Instituten oder Fakultäten können die beiden Studiengänge DFph Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft aber auch als zweites Hauptfach oder als Nebenfach oder, in Kombination, als erstes und zweites Nebenfach gewählt werden.


Die Wahl von Fächern außerhalb des IDF sollte erst nach gründlicher Beratung der Studienanforderungen und der Vorbedingungen in diesen Fächern getroffen werden, insbesondere, wenn es sich um Fächer aus der Neuphilologischen Fakultät handelt, die für die Studierenden ebenfalls Fremdsprachen sind.


Für die Fächerkombination gibt es nicht nur Vorschläge, sondern auch Verbote. So dürfen nicht zwei Hauptfächer oder drei Fächer aus dem Gesamtbereich DFph und Deutsche Philologie (Germanistik) gewählt werden.


Im übrigen wird auf den Fächerkatalog der M.A.-Studiengänge verwiesen, der im jeweils aktuellen Studienführer der Universität Heidelberg enthalten ist.


Pflichtveranstaltungen

Die folgenden Übersichtspläne zeigen, welche Veranstaltungen im Grund- und Haupt- studium mit Erfolg besucht werden müssen (Pflichtveranstaltungen). Diese Pflichtveranstaltungen werden jedes Semester angeboten. Das aktuelle Veranstaltungsangebot hängt im Glaskasten im Foyer des IDF aus und kann auch hier unter "Lehrveranstaltungen" eingesehen werden. Die zeitliche Abfolge der Veranstaltungen innerhalb der Studienabschnitte "Grundstudium" und "Hauptstudium" können die Studierenden teilweise selbst bestimmen. Empfohlen wird die folgende Gestaltung des Studienplans:


  1. Übungen zum mündlichen und schriftlichen Gebrauch des Deutschen
  2. Sprachwissenschaftliche Grundlagen
  3. Literaturwissenschaftliche Grundlagen
  4. Lehrmittel, Lehrmethoden und Grundlagen der Didaktik des Deutschen als Fremdsprache
  5. Kulturwissenschaftliche Veranstaltungen
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Erläuterungen zu den Veranstaltungen

Grundstudium


Der Grundkurs Sprachwissenschaft ist eine Einführung in die Sprachwissenschaft (Linguistik) im Umfang von vier Semesterwochenstunden, die in einem Semester vierstündig durchgeführt wird. Es werden Begriffe und Erkenntnisse besonders aus den folgenden Teilbereichen der Sprachwissenschaft behandelt: Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik.


Der Grundkurs Literaturwissenschaft ist eine Einführung in die Literaturwissenschaft - entweder von einem Semester (vierstündig) oder von zwei Semestern (zweistündig), beginnend im ersten oder zweiten Fachsemester. Anhand der Lektüre repräsentativer Texte aus verschiedenen Gattungen und Epochen führt der Kurs in die verschiedenen Methoden der Literaturwissenschaft ein. Er vermittelt die Kenntnis der Grundbegriffe der Poetik und Interpretation sowie Übung im Umgang mit diesen Begriffen bei der Arbeit an literarischen Texten. Er gibt außerdem Anleitung zur Anfertigung schriftlicher Arbeiten wie Referaten oder Protokollen und führt in die Technik des Bibliographierens ein.


Zu den Grundkursen werden Tutorien angeboten, die von fortgeschrittenen Studierenden geleitet werden. In den Tutorien wird der Stoff der entsprechenden Lehrveranstaltungen in kleinen Gruppen besprochen und vertieft.


Die literaturwissenschaftlichen Vorlesungen dienen der historischen Orientierung über die neuere deutsche Literatur (seit 1750).


An die Grundkurse schließen die sprach- und literaturwissenschaftlichen Proseminare an. Proseminare führen in Grundlagen des Faches ein und vermitteln erste Übung im selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten. Die behandelten Themen werden von Dozenten und Studierenden gemeinsam erarbeitet. So dienen die Proseminare auch der Einübung in den spontanen mündlichen Diskurs. In der Regel werden benotete Scheine für schriftliche Hausarbeiten vergeben. Diese können als Grundlage für die Semesterarbeiten der Zwischenprüfung dienen.


Die Übungen zum schriftlichen und mündlichen Gebrauch des Deutschen dienen vor allem der Verbesserung der Sprachfertigkeit der Studierenden. Dabei stehen die sprachlichen Anforderungen, die das Studium mit sich bringt, im Vordergrund.


Die Veranstaltungen im Teilgebiet Didaktik des Deutschen als Fremdsprache machen mit den Prinzipien des modernen Fremdsprachenunterrichts bekannt und beinhalten sowohl die theoretische Auseinandersetzung mit Fragen der Didaktik als auch die praktische Unter- richtsdurchführung mit Hospitationen und Lehrversuchen.


Die kulturwissenschaftlichen Veranstaltungen (Geschichte, Gesellschaftsstruktur, Politik, Kunst, Musik und Theater, Medienkunde, Bildungswesen) dienen zur Einführung in die Landeskunde des deutschsprachigen Raums.


Anstelle einer Veranstaltung in Geschichte (2 Std.) und einer weiteren in Gesellschaftsstruktur (2 Std.) können auch äquivalente Veranstaltungen in Literaturgeschichte gewählt werden (nach Absprache mit den Dozenten). Darüber hinaus kann eine Vorlesung in Geschichte ersetzt werden, wenn in einer der übrigen Geschichtsvorlesungen eine Hausarbeit angefertigt wird, die mindestens mit gut bewertet sein muss. Studienleistungen aus Fächern wie Politikwissenschaft, Pädagogik, Geschichte, Musik- und Kunstgeschichte werden auf die kulturwissenschaftlichen Veranstaltungen (Teilgebiet E) angerechnet, wenn sie sich auf Deutschland beziehen und wenn diese Fächer nicht selbst als Haupt- oder Nebenfach studiert werden. Äquivalent zu diesen Veranstaltungen ist außerdem die Teilnahme an allen fünf Kompakttutorien oder die Mitarbeit am Projekt Campus.

Hauptstudium


Die Proseminare des Grundstudiums finden ihre Fortsetzung in den Seminaren des Hauptstudiums. In Gesprächen und durch gezielte Aufgabenstellungen sollen die Studierenden zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit im Detail fortgebildet werden und einen tieferen Einblick in die Gegenstände ihres Faches gewinnen. Hauptseminarscheine können erst nach bestandener Zwischenprüfung im entsprechenden Fachgebiet erworben werden. Die Anfertigung von Hausarbeiten, die in den Seminaren von den Teilnehmern erwartet wird, dient der Einübung von Fähigkeiten, die für die Magisterarbeit erforderlich sind. Die Teilnahme an den Seminaren erfordert einen beträchtlichen Arbeitsaufwand; daher ist nicht zu empfehlen, während eines Semesters an mehr als zwei Seminaren teilzunehmen.


Das Kolloquium dient der vertieften Diskussion wissenschaftlicher Fachgebiete und der Erarbeitung neuerer Fachliteratur. Auch Entwürfe und Ausschnitte aus Magisterarbeiten der Teilnehmer werden vorgetragen und besprochen.


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