Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie

Interkulturelle Kommunikation als Teilbereich im BA und MA Germanistik im Kulturvergleich

Im Bachelorstudiengang werden in diesem Teilbereich Grundlagen zu Theorie und Praxis der Wirtschafts- und Medienkommunikation vermittelt: die Geschichte der Medien in Deutschland nach 1945 im politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Kontext sowie Einblicke in die journalistischen Darstellungsformen, mit einem Schwerpunkt auf Texterstellung und -bearbeitung von der Pressemitteilung bis hin zu Web 2.0. Projektseminare geben die Möglichkeit zur praktischen Anwendung, z. B. bei Bewerbungen und Präsentationen, oder zur vertieften Beschäftigung mit einzelnen Themen und Medien, z. B. durch die vergleichende Analyse von Publikumsmagazinen oder Unternehmensmedien: Welche branchen- und kulturspezifischen Unterschiede gibt es und wie lassen sie sich erklären? Wie werden kulturelle Stereotype durch die Massenmedien verfestigt?

Im Masterstudiengang wird der Bereich Interkulturelle Kommunikation stärker forschungsorientiert erarbeitet, d. h. mit komplexeren Fragestellungen und unter Anwendung theoretischer Konzepte. Die Seminare beschäftigen sich mit den Auswirkungen von Kulturkontakt auf Individuum und Gesellschaft und der Gestaltung interkultureller Kommunikationssituationen. Behandelt werden beispielsweise interdisziplinäre Fragestellungen aus Bereichen wie der Produktwerbung, der Selbstdarstellung von Unternehmen oder der Öffentlichkeitsarbeit von Kultur- und Bildungseinrichtungen: Welche Geschichten erzählen Unternehmen ihren Zielgruppen in einer globalisierten Welt? Welche Kompetenzen sind erforderlich, damit ein multikulturelles Team produktiv zusammenarbeitet? Die Erfahrungen internationaler Studierender am IDF aufgreifend werden außerdem kulturelle Unterschiede in Hochschule und Wissenschaft untersucht: Was unterscheidet ein englischsprachiges Paper von einer Seminararbeit? Wie kommunizieren DozentInnen und Studierende an deutschen, russischen, chinesischen Universitäten miteinander?

Theorie & Praxis

Unmittelbar verknüpft mit dem zu erarbeitenden Fachwissen ist das Einüben von praktischen Kompetenzen:

  • Die Studierenden entwickeln eigene Konzepte für Projekte und setzen sie in Kooperation mit lokalen Partnern um. Die Ergebnisse werden nach Möglichkeit in Form von Präsentationen und Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
  • Die Erfahrungen mit der Arbeit in interkulturellen Teams werden parallel durch theoretische Reflexion begleitet und in Seminarportfolios dokumentiert.
  • Exkursionen, Firmenbesuche, Workshops und Gespräche mit Experten aus Kultur, Bildung und Wirtschaft liefern Einblicke in die berufliche Praxis und stellen Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern in der Region her, an die sich Praktika anknüpfen können.