Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie

Hochschulmarketing – Konzeption und Umsetzung eines Imagefilms (WS 2016/17)

Wie verbindet die deutsche Sprache Kulturen und Gesellschaften aus aller Welt? Mit dem neuen Imagefilm versucht das Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie (IDF) mögliche Antworten zu geben. Drehbuch und Plot zum Imagefilm wurden im Projektseminar „Hochschulmarketing“ (WS 2016/2017) unter Leitung von Dr. Simone Burel von den Studierenden selbst entworfen und filmisch umgesetzt. In gut dreieinhalb Minuten werden Zuschauer und Zuschauerinnen von der deutschen Literaturwissenschaft bis zu Eye-Tracking-Methoden der Psycholinguistik geführt. (Quelle: Youtube)

Konzeption, Entstehung & Dreh des IDF-Imagefilms

Im Projektseminar „Hochschulmarketing“ wurden IKK-Studierende zur Vertiefung und Implementierung (moderner) linguistischer Methoden in der heute veränderten Kommunikationspraxis von Universitätskulturen (etwa durch Digitalisierungsprozesse, soziale Medien etc.) befähigt. Methodisch orientierte sich das Seminar am forschenden Lernen als hermeneutischer Zirkel, d. h. die Lernenden gestalten und reflektieren den Forschungsprozess in seinen wesentlichen Phasen, von der Entwicklung der Fragen über die Wahl und Ausführung der Methoden bis zur Prüfung und Darstellung der Ergebnisse in selbstständiger Arbeit. Somit wird eine stärker praxisbetonte Ausbildung von kommunikativen Fähigkeiten bei Studierenden/Lehrenden gefördert. Die Projektschritte waren nur grob vorgegeben, um den Kreativitätsprozess und die induktive Entstehung von Wissen nicht zu behindern – und folgten diesem Aufbau:

Die Studierenden erarbeiteten nach einer theoretischen Fundierung bzgl. Markenstrategie und University Branding (Befähigung I) mediale Formate des Hochschulmarketings, die sie in praktischer Umsetzung in entsprechende kommunikative Instrumente verwandelten (Integration) − dies begann bei der Einführung einer Marke für das IDF (s. Fotos) und endete in Konzeption und Dreh eines eigenen Imagefilms. Hierzu bildeten die Studierenden vier Arbeitsteams, die den Film in Zusammenarbeit entwickelten (Transformation, Entwicklung):

  • Gruppe 1: Website IDF & Zielgruppenanalyse/Kanäle, Marke
  • Gruppe 2: Technik & Design Film (Symbole, Musik, Dateiformate, Logo etc.)
  • Gruppe 3: Vorbereitung Interviews/Testimonials, rechtliche Abklärung
  • Gruppe 4: Vorbereitung Drehbuch, Sprecher, Sprache

Robert Burdy

Vorab erfolgte noch ein spezielles Medientraining mit MDR-Moderator Robert Burdy (Befähigung II), der die Studierenden bzgl. des Plots und der Interviewführung beriet und mit ihnen den Kameraauftritt erprobte (Rhetorik, Visibilität, (Online-)Positioning). In der letzten Sitzung erfolgte der Dreh des Films unter Anleitung von Regisseur Sebastian Weindel (Implementierung). Das dadurch produzierte Film- und Tonmaterial wurde zuletzt gesichtet und der Plot nachträglich angepasst (Validierung). So zeigte sich auch, dass kreative Prozesse teilweise einen anderen Ausgang nehmen, als zuvor planbar ist.

„Wir dachten uns, dass wir alles aus dem Blickwinkel eines Studenten filmen, der z. B. gerade am Friedrich-Ebert-Platz aus dem Bus steigt und auf das Gebäude zuläuft, die Kamera auf der Schulter. Er macht dann eine Tour durch das Haus und trifft dort auf verschiedene Dozenten/Studierendengruppen (bei diesen Begegnungen wird der Film dann kurz snapshotmäßig angehalten und mit witzigen/informativen Untertiteln untermauert). Insgesamt soll es eher locker und witzig sein und dabei möglichst viel vom Institut und der Atmosphäre zeigen.“

Der IDF-Imagefilm wurde im Frühjahr 2017 auf der IDF-Homepage sowie im youtube-Kanal der Universität Heidelberg veröffentlicht und ist damit der erste Instituts-Imagefilm. Die Studierenden kombinierten im Film sprachliche Inszenierungsmittel, die sie nach der Websiteanalyse zur Herstellung optimaler Zielgruppenansprache erarbeitet hatten. Neben der szenischen (Snapshots) und sprachlichen Darstellung (Interviews) schlüpften sie hierdurch in die Rolle von RegisseurIn oder TexterIn und konnten für ihr späteres Berufsleben wichtiges Erfahrungswissen sammeln. Die Musik zum Film wurde von der Pianistin Irina Rutz nach Sichtung dessen komponiert.