Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie

Sprachförderung im Schulalter

Integrierte Sprachförderung in 3. und 4. Klassen

Ab 2009 entstand am IDF ein integriertes Sprachförderkonzept für 3. und 4. Klassen, das im Schuljahr 2010/11 in 10 Klassen an 3 Heidelberger Grundschulen erprobt wurde und ab 2011/12 allgemein an Grundsschulen mit hohem Anteil an Kindern mit Sprachförderbedarf eingesetzt wird, derzeit in 25 Schulklassen.

Das Sprachförderkonzept ist integriert, insofern es 

  • die Förderung am laufenden Unterricht anbindet (unterrichtsintegriert),
  • auf die Inhalte aller Fächer aufgebaut werden kann (Sprache-im-Fach), v. a. auch fächerübergreifend (Fachunterricht+Deutsch),
  • ganze Klassen (muttersprachliche und nichtmuttersprachliche Kinder) einbezieht und
  • sich ins allgemeine Sprachförderkonzept der Schule einfügen lässt und Mehrsprachigkeitsansätze unterstützt
  • Förderschwerpunkte sind „Text“ und „Wortschatz“ integriert in die Gesamtsprachentwicklung.

Es wird sowohl die Klasse entsprechend dem festgestellten allgemeinen Sprachbedarf unterstützt (Prävention) als auch individuelle Förderdung für Einzelbedarfe gegeben. Sprache wird verstanden als Grundbestandteil von Bildungsteilhabe („sprachliche Bildung“) und wichtiges Werkzeug bei Lernprozessen („sprachintensives Lernen“). Daher versteht sich das Projekt auch als Beitrag zu guter Lernatmosphäre, indem anspruchsvolle Lernaufgaben begleitet und damit für alle Kinder erreichbar gemacht werden.

Seit September 2011 steht eine Materialsammlung zu sprachförderlichen Arbeitsweisen mit Ganzschriften, Sach- und Mathe-Themen zur Verfügung.

Das Projekt wurde 2009–2011 gefördert vom RC Alte Brücke Heidelberg. Es wird derzeit unterstützt von:

  • Amt für Schule und Bildung der Stadt Heidelberg
  • Lautenschlägerstiftung Heidelberg
  • Staatliches Schulamt Mannheim


Projektleitung: Dr. Gunde Kurtz

Projektmitarbeiterin / Ansprechpartnerin: Karen Haseldiek