Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie

Historisch-Kritische Ausgabe der Briefwechsel Ludwig Tiecks

Hrsg. v. Walter Schmitz in Zusammenarbeit mit Jürgen Joachimsthaler und Jochen Strobel

Leiter des Projekts:

Prof. Dr. Walter Schmitz (Dresden)

Assoziierte Mitwirkende:

Prof. Dr. Jürgen Joachimsthaler (Marburg)

Dr. Jochen Strobel (Marburg)

Geschäftsführende(r):

Prof. Dr. Jürgen Joachimsthaler (2002-2006)

Claudia Neumann M.A. (seit 2006)

Weitere Mitarbeiter:

Andreas Känner M.A.

Bettina Kranzbühler M.A.

Claudia Neumann M.A.

WHK

SHKs

Das DFG-Projekt erarbeitet eine historisch-kritische Edition der Briefwechsel Ludwig Tiecks, den man den „König der Romantik“ genannt hat. Damit kann ein seit langem bestehendes Desiderat der Romantikforschung, nämlich die zuverlässige Neuedition von Tiecks Gesamtwerk, endlich in seinem dringensten Bereich angegangen werden. An die 4.000 Briefe und Gegenbriefe, darunter etwa ein Drittel bisher ungedruckte, tragen zur Erweiterung unseres Bildes von der "Sattelzeit" (Koselleck) um 1800 bei. Bisher bestehende Erkenntnisverzerrungen und -defizite in der akademischen Forschung, die Tieck notorisch benachteiligte, sollen auf diese Weise ausgeglichen werden. Die Edition orientiert sich an den Standards historisch-kritischer Editionsphilologie, insbesondere der Briefedition. Transkription, Erstellung des edierten Textes sowie der Aufbau eines "Grundkommentars" stehen im Zentrum der Arbeit, nachdem eine vollständige Bestandaufnahme und Verzeichnung der über zahlreiche Bibliotheken und Archive verstreuten Handschriften und der oft an entlegener Stelle erschienenen, meist unzuverlässigen Drucke hat vorgenommen werden können. Eine systematische Durchsicht der Auktionskataloge verschiedener Auktionshäuser seit dem 19. Jahrhundert erlaubt die zusätzliche Integration zahlreicher Information über in Privatbesitz befindliche Briefe und damit eine zuverlässigere Rekonstruktion von Tiecks umfassendem Korrespondenznetz. Über die Notwendigkeit eines umfassenden Kommentars soll auf der Basis der zunächst vordringlichen Textedition entschieden werden.

Stand der Edition:

  • Bd 1. Briefwechsel bis zum Tod Wackenroders: im Druck
  • Bd. 2: Briefwechsel aus der Zeit der Romantik (bis 1810): im Satz
  • Bd: 3-5: in Vorbereitung